Der Manz der kann’s

WinzerDesJahres

Das freut schon sehr, wenn man vernimmt, dass der Winzer, den man schon Jahre lang im Programm hat, gerade in Deutschland zum Winzer des Jahres 2015/16 erkoren wurde.

Als ich 2006 die erste Euro Palette von D nach CH bestellte, war dies Ausschlag gebend für die Gründung von SeinundWein. Deutsche Weine waren noch etwas ganz Besonderes damals und man verband sie hauptsächlich mit Süssweinen. Wer ein bisschen was von Wein verstand, brachte oft die „Liebfrauenmilch“ oder den „Kröver Nacktarsch“ auf’s Tapet. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie schwierig es sein könnte, deutsche Weine an Herr & Frau Schweizer zu bringen. Vor allem für einen Neuling auf dem Markt wie ich es war. Trotzdem blieb ich hartnäckig auch wenn das Geschäft nicht immer gleich florierte. Ich besuchte und organisierte Wein-Fach-Ausstellungen, Märkte und eigene Events.

Vor allem bei Rotwein brauchte es viel Überzeugungsarbeit. Aber wir kannten das bereits aus eigener Erfahrung aus unserer dreijährigen Zeit aus D. Im ersten Jahr unseres Aufenthalts in Mainz tranken wir nur Weisswein aus der Gegend und unsere mitgebrachten Rotweine aus Frankreich und Italien. Die Vorurteile widerlegen zu können machte das Ganze erst so richtig spannend für mich. Neu- und wissbegierig in Sachen Wein sind Herr und Frau Schweizer immer schon gewesen. Es braucht einfach Zeit und Geduld, die ich mir mit viel Freude für meinen Weinimport genommen habe. Der persönliche Kontakt zu den Winzern, die Gegend von Rheinlandpfalz, die wir drei Jahre lang erkunden konnten, haben uns geprägt, und dem entsprechend ist man auch authentisch in der Beratung.

Mittlerweile gibt es in Zürich seit einigen Jahren ein Marketing Büro für deutsche Weine, die das Weininstitut aus Mainz initialisiert hat. Somit finden jährlich überregionale und wiederkehrende Anlässe statt, wie „Riesling & Co“ im Kongresshaus Zürich oder „Der Sommer wird Riesling“, Auftritte an der ZAGG in Luzern etc. Das hilft den Boden hier zu nähren und das Image der deutschen Weine gewinnt an Bedeutung. Vom Schweizer Vinum werden mit dem Ausdruck „CHAD-LAND“ Weine aus der Schweiz, Austria und Deutschland Blindegustationen von typischen Rebsorten durchgeführt und verglichen. Ein spannender Prozess. Auch hier durfte Manz glänzen. Der „Riesling Spätlese feinherb Kalkstein 2014“ hat bei der Blindverkostung dieser Kategorie den 1. Platz geholt. Der Wein ist leider bereits ausverkauft, auch beim Winzer. Ich habe die letzten Flaschen gestern nach Davos verkauft. Wir dürfen uns aber jetzt schon auf den Jhg. 2015 freuen denn es ist von einem grandiosen Jahrgang die Rede.

In der Adventszeit widmen wir uns gerne dem Rotwein (auch geglüht & gewürzt vom Winzer) und dem Sekt. Hier ersehen Sie demnächst die Daten für die aktuellen Verkostungsthemen in SeinundWein Boutique. Besuchen Sie uns bald wieder!

Herzlich Ihre Susanne M. Staub